Alles über HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP)!
Relevante Informationen finden sich auch unter forumhiv.de.

Forumhiv.de bietet nun auch eine Extra-Kategorie zur Präexpositionsprophylaxe (PrEP) als PrEP-Foren (Präexpositionsprophylaxe-Foren) zum Austausch für Interessierte am Thema PrEP an.


02. Januar 2018: Fallbericht zum Einsatz von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilfumarat (FTC/TDF; Truvada) als PrEP bei einer Frau mit Osteoporose. Mehr dazu bei forumhiv.de.

Kostenlose PrEP im kanadischen British Columbia seit Anfang des Jahres 2018 verfügbar. Mehr dazu bei forumhiv.de.

Die PrEP-Leitlinien des British Columbia Centre for Excellence in HIV/AIDS verwenden einen Hoch-Inzidenz-Risikowert (HIV Incidence Risk Index for men who have sex with men; HIRI-MSM) zur Beurteilung, ob eine PrEP sinnvoll sein kann. Für die Berechnung sind 6 Fragen zu beantworten. Es handelt sich um folgende Frage (in Klammern bei den Antworten die Punktzahl):


Bei einem Gesamtwert von ≥10 Punkten liegt definitionsgemäß ein hohes Risiko für eine HIV-Infektion vor.
Der zugrundliegende Fragebogen, der im Rahmen der VaxGen-VAX004-Studie und der Project-Explore-Studie entwickelt wurde, enthielt noch eine Frage nach dem Popperskonsum in den letzten 6 Monaten, Ja wurde mit 3 Punkten bewertet, Nein mit 0 Punkten. Dafür wurde die Frage nach Methamphetaminen bei einem Ja mit 5 Punkten bewertet. Siehe dazu die Veröffentlichung im Journal of Acquired Immune Deficiency Syndromes (JAIDS): Development of a Clinical Screening Index Predictive of Incident HIV Infection Among Men Who Have Sex With Men in the United States: http://journals.lww.com/...Index.12.aspx.
Zur Berechnung des individuellen Risikos sei auch auf das schon erwähnte Onlinetool am Ende dieser Webseite hingewiesen.


16. Dezember 2017: Ratiopharm macht nun auch Softpornos für PrEP. Mehr dazu bei forumhiv.de.


28. November 2017: Ratiopharm wird ab Dezember die 30-Stückpackung Emtricitabin/Tenofovir Ratiopharm für 69,90 Euro anbieten, so eine Pressemeldung. Die 90-Stückpackung soll dann nur noch 209,70 Euro kosten statt derzeit 1639,62 Euro. Siehe dazu auch den Beitrag bei forumhiv.de


27. November 2017: Im Canadian Medical Association Journal (CMAJ) wurden Leitlinien für Kanada für die HIV-PrEP und nicht-berufliche PEP (nPEP) veröffentlicht. Mehr dazu unter forumhiv.de


25. Oktober 2017: Die dagnä hat eine Liste von HIV-Schwerpunktzentren veröffentlicht, die eine PrEP durchführen: http://www.dagnae.de/wp...-PrEP_201017.pdf

Ob diese URL bei Aktualisierungen bestehen bleibt, weiß ich nicht, als Alternative kann man auch http://www.dagnae.de/...prep-begleitung-bei-hiv-schwerpunktaerzten/ aufrufen.

PrEP-Leitlinien für MSM sollten um zwei Punkte erweitert werden sollten: Aufklärung über die Risiken, sich sexuell mit HCV zu infizieren, und die Aufnahme von ALT- und HCV-Antikörper-Tests in die Kontrolluntersuchungen. Siehe dazu den Beitrag bei forumhiv.de


20. Oktober 2017: Wirtschaftliche Bewertung einer PrEP bei MSM in England: Siehe dazu den Beitrag bei forumhiv.de.


19. Oktober 2017: Wie schon am 09. Mai 2017 erwähnt, bietet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Schulungsmaterial zur Pharmakovigilanz der PrEP zum Download an. Speziell für das Produkt Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil HEXAL bietet der Hersteller dieses auch zum Download an, zusätzlich dazu die Fachinformation und Packungsbeilage.

Neue Modellrechnung zur Kosteneffektivität einer PrEP bei MSM im UK. Siehe dazu den Beitrag bei forumhiv.de.

Veränderungen der Nierenfunktion bei täglicher PrEP mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilfumarat (FTC/TDF): Siehe dazu den Beitrag bei forumhiv.de.

In der aktuellen Ausgabe von Arzneiverordnung in der Praxis ist auch ein Beitrag zur HIV-Präexpositionsprophylaxe veröffentlicht worden.


12. Oktober 2017: Neues von der InterPrEP von der Klinik 56 Dean Street, London. Siehe dazu den Beitrag bei forumhiv.de.

In Frankreich sind bei PrEP-Nutzern asymptomatische STIs häufig. Siehe dazu den Beitrag bei forumhiv.de.

PrEP-Verschreibung in New York City nahmen vom 1. Quartal 2014 bis zum 2. Quartal 2016 um 976% zu. Siehe dazu den Beitrag bei forumhiv.de.


05. Oktober 2017: Laut Presseberichten bietet die Alte Apotheke 1691 in Bochum für 52 Euro eine Monatsration Emtenovo, welches Emtricitabin und Tenofovirdisoproxilsuccinat enthält, als PrEP an. Emtenovo ist allerdings gar nicht als PrEP zugelassen, sondern nur in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln zur Behandlung HIV-1-infizierter Erwachsener. Mehr dazu bei forumhiv.de.


02. Oktober 2017: Wirkung von PrEP, TasP, Kondomnutzung und seroadaptivem Verhalten auf die HIV-Inzidenz bei MSM


26.09.2017: Die Präsentation Cost-effectiveness of PrEP in Germany ist mittlerweile auch auf der dagnä-Seite zu finden. Siehe dazu auch den Beitrag bei forumhiv.de.

In einem Eckpunktepapier Leitplanken für die HIV- und STI-Versorgung 2017 - 2021 äußert sich die Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter (dagnä) auch zum Thema PrEP:

Prävention: Die PrEP ist eine gute und insgesamt kostensparende Ergänzung der bisherigen Präventionsmaßnahmen für Menschen mit hohem Infektionsrisiko. Allerdings ist eine enge Begleitung durch HIV-Schwerpunktärzte notwendig. Eine Kostenübernahme muss auch für die Begleituntersuchungen gewährleistet sein. Als Sekundärprävention ist ferner die PEP eminent wichtig. G-BA und GKV müssen deshalb Regressrisiken bei leitliniengerechter Indikationsstellung ausschließen.
http://www.dagnae.de/wp-content/uploads/2017/09/2017-Politische-Eckpunkte-dagn%C3%A4.pdf


25. September 2017: Fallbericht: Tenofovirdisoproxilfumarat-assoziiertes Fanconi-Syndrom bei HIV-negativem Mann mit PrEP


15. September 2017: Der am 17. Februar 2017 auf dieser Webseite erwähnte Fallbericht aus Amsterdam eines PrEP-Versagens trotz ausreichender Wirkstoffekonzentrationen und sehr guter Therapietreue mit einem Wildtypvirus wurde nun auch vorab in Lancet HIV veröffentlicht, mehr dazu unter forumhiv.de.


11.September 2017: Die über die Kölsche Blister GmbH angebotene PrEP wird 50,05 Euro kosten, wie die Deutsche Apothekerzeitung meldet:

Im Endeffekt wird der Rabatt, den das Blisterzentrum als Lohnhersteller erhält, an den Patienten durchgereicht. Kosten für die Verblisterung werden aufgeschlagen. Der Abgabepreis von 50,05 Euro ergibt sich dann gemäß der Arzneimittelpreisverordnung, also EK plus 3 Prozent plus 8,51 plus Mehrwertsteuer.
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/09/11/hiv-prae-expositions-prophylaxe-bald-fuer-50-euro-im-monat/chapter:2


Daß das Das Landgericht München I Gilead keine einstweiligen Verfügungen gegen verschiedene Generika-Hersteller, welche Truvada als Generikum anbieten, erteilt hat, wurde schon erwähnt. Unter http://www.juve.de/nachrichten/verfahren/2017/09/hiv-medikament-zahlreiche-patentrechtler-flankieren-patentstreit-um-truvada gibt es weitere Informationen, so gibt es auch Nichtigkeitsklagen von vier Generikaherstellern gegen das ergänzende Schutzzertifikat (SPC) beim Bundespatentgericht.


10. September 2017: Ergänzend zur Meldung von gestern gibt es auch bei HIV&more einen Beitrag zum PrEP-Pilotprojekt der Kölsche Blister GmbH: http://www.hivandmore.de/aktuell/2017-09/prep-endlich-auch-in-deutschland-bezahlbar.shtml.
Die Ware ist wahrscheinlich ab der 39. Kalenderwoche (25.09.2017-01.10-2017) verfügbar.

Die dagnä (Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter) weist noch auf eine Analyse zur Kosten-Effektivität der PrEP in Deutschland hin. Warum das nun so lange gedauert hat, bis jemand eine derartige Analyse für Deutschland anfertigt, wenn Truvada als PrEP schon am 16. Juli 2012 in den USA von der FDA zugelassen wurde, ist mir schleierhaft. Hier haben sich die dagnä und andere Organisationen wie z.B. die Deutsche AIDS-Hilfe, die vorgeben sich für die HIV-Prävention einzusetzen, nicht mit Ruhm bekleckert, um es mal neutraler zu formulieren.

Ebenfalls wurden Zahlen einer dägna-Analyse zur Kosten-Effektivität der PrEP präsentiert: Die Zahlen zeigen, dass die PrEP ab 2018 bis zum Jahr 2030 etwa 9.000 HIV-Infektionen verhindern könnte. Die PrEP wäre sogar zu aktuellen Preisen von ca. 820 Euro im Monat kosteneffizient. Eine täglich eingenommene PrEP wäre ab einer Summe von ca. 5.800 Euro oder weniger kostensparend. Vergleichsgröße waren die Kosten einer lebenslangen HIV-Therapie.
http://www.dagnae.de/2017/09/dagnae-workshop-2017-prep-kostensparend-und-bald-verfuegbar/


09. September 2017: Die Kölsche Blister GmbH wird im Rahmen eines Pilotprojekts wahrscheinlich ab Ende September 2017 verblisterte Teilmengen mit 28 Filmtabletten Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil HEXAL 200 mg/245 mg zum Preis von 50 Euro anbieten.
Auf der Webseite des Unternehmens heißt es zur PrEP:

"An diesem Projekt sind auf HIV- Patienten spezialisierte Apotheken beteiligt, die ausschließlich nach ärztlicher Verordnung verblisterte Teilmengen abgeben. Um eine qualitative Betreuung der Anwender zu gewährleisten, verpflichten sich die beteiligten Apotheken, innerhalb des Projektes interessierte Personen zur PrEP Anwendung aufzuklären und zu beraten sowie auf die regelmäßige Betreuung durch einen auf HIV- spezialisierten Arzt hinzuwirken.
Wir hoffen mit diesem Pilotprojekt, mehr Menschen mit einem hohen Risiko zur Ansteckung mit HIV die PrEP unter qualitativ abgesicherten Bedingungen, d.h. unter qualifizierter ärztlicher Betreuung, unter Sicherstellung der von den Zulassungsbehörden geforderten Aufklärung zur PrEP-Einnahme und zugleich der Verwendung eines in Deutschland zugelassenen Arzneimittels zu ermöglichen, um so Neuansteckungen mit HIV zu vermeiden."
https://www.koelsche-blister.de/index.php/prep/allgemeines


Teilnehmende Apotheken finden sich unter der URL https://www.koelsche-blister.de/index.php/prep/teilnehmende-apotheken


30. August 2017: Das Landgericht München I erteilt Gilead keine einstweiligen Verfügungen gegen verschiedene Generika-Hersteller, welche Truvada als Generikum anbieten. Mehr dazu unter forumhiv.de.


25. August 2017: Hexal wird zum 1. September auch eine Packung mit 10 Tabletten Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil HEXAL 200 mg/245 mg Filmtabletten anbieten. Diese 10 Tabletten werden 215,15 Euro kosten und die PZN ist 12672012. Das ist leider auch kein wirkliches Schnäppchen. Mehr dazu unter forumhiv.de.


03. August 2017: Gilead hatte schon am 12. Mai 2011 nach einem Beschluss des Bundespatentgerichts bezüglich der Schutzzertifikatsanmeldung 12 2005 000 041.8 für das Grundpatent DE 697 22 004.4 (EP 915 894) ein ergänzendes Schutzzertifikat für Tenofovirdisoproxil in Kombination mit Emtricitabin bis zum 21. Febraur 2020 erteilt bekommen. Was viele vielleicht kaum wissen, Gilead unterstützt diverse AIDS-Hilfen und andere fragwürdige Vereine, welche vorgeben, sich für HIV-Infizierte einzusetzen. So können die verlängerten Schutzfristen Gileads, eine Entlastung der Solidargemeinschaft der GKV und eine kostengünstigere PrEP verhindern. Mehr dazu unter forumhiv.de.


26. Juli 2017: Ab 1. August 2017 werden in Deutschland Truvada-Generika verschiedener Hersteller erhältlich sein. Die Kombinationspräparate aus Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil (FTC/TD*) enthalten aber im Gegensatz zum Original Truvada kein Tenofovirdisoproxilfumarat, sondern andere Salze wie Phosphat, Maleat oder Succinat. Hexal wird hingegen Tenofovirdisoproxil verwenden. Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil HEXAL 200 mg/245 mg Filmtabletten sind auch als einziges Generikum bisher zur Anwendung in Kombination mit Safer-Sex-Praktiken für die Prä-Expositionsprophylaxe zur Reduktin des Risikos einer sexuell erworbenen HIV-1-Infektion bei Erwachsenen mit hohem HIV-Risiko vorgesehen. Weitere Informationen bei forumhiv.de.


25. Juli 2017: Open-Label-Phase ANRS IPERGAY zur anlassbezogenen HIV-PrEP bei MSM: https://forumhiv.de/viewtopic.php?f=83&t=8613

Tenofovir-Klistier als HIV-PrEP für rezeptiven Analverkehr: https://forumhiv.de/viewtopic.php?f=83&t=8614


19. Juli 2017: Einfluß der oralen HIV-PrEP auf die HIV-Serokonversion: https://forumhiv.de/viewtopic.php?f=83&t=8605


03. Juli 2017: Analyse der Pharmakokinetik, Sicherheit und Ergebnisse der Anwendung generischer PrEP in London: https://forumhiv.de/viewtopic.php?p=103446#p103446


27. Juni 2017: Erholung der Knochenmineraldichte nach den Absetzen von Truvada als PrEP: https://forumhiv.de/viewtopic.php?f=83&t=8569


19: Mai 2017: Ab 1. Juni 2017 soll es in Belgien einen kostenfreien Zugang zu Truvada als PrEP für Personen mit erhöhtem HIV-Risiko, also in erster Linie MSM, geben: https://forumhiv.de/viewtopic.php?p=102700#p102700


09. Mai 2017: Das Schulungsmaterial, welches im Rahmen der Pharmakovigilanz nach Zulassung von Truvada als PrEP aufgelegt werden musste, ist nun auch beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu finden.
Die derzeit aktuellen URLs sind folgende:
Checkliste Arzt: http://www.bfarm.de/SharedDocs...
Broschüre für den Arzt: http://www.bfarm.de/SharedDocs...
Broschüre für Patienten: http://www.bfarm.de/SharedDocs...
Therapiepass Patienten: http://www.bfarm.de/SharedDocs...
Das Material stammt vom September 2016, welches auch schon seinerzeit bei Forumhiv.de erwähnt wurde. Bei Änderungen finden sich die jeweils aktuellen Fassungen auf der BfArM-Webseite.

Zur potentiellen Anwendung von Tenofoviralafenamid (TAF) (zusammen mit Emtricitabin) als PrEP wird derzeit die DISCOVER-Studie durchgeführt, welche Descovy mit Truvada vergleichen wird. Zu pharmakologischen Überlegungen zur Anwendung von TAF gibt es bei Forumhiv.de eine Zusammenfassung: https://forumhiv.de/viewtopic.php?p=102387#p102387

Eine PrEP-Demonstrationsstudie in Australien und der Erwerb von sexuell übertragbaren Infektionen (STIs): https://forumhiv.de/viewtopic.php?p=102415#p102415


6. April 2017: Update zur Anwendung von generischem Tenofovir- und Emtricitabin von Cipla Ltd. in London, welches online bestellt wurde: https://forumhiv.de/viewtopic.php?p=101983#p101983.


11. März 2017: Truvada ist günstiger geworden: Der Preis wurde ab 1.4.2017 von 819,49 auf 654,51 Euro für die 30-Stückpackung und von 2.454,85 Euro auf 1.928,97 Euro für die 3x30-Stückpackung gesenkt. Siehe dazu die Meldung bei HIV&more: http://www.hivandmore.de/aktuell/2017-04/descovy-preis-festgelegt.shtml und https://forumhiv.de/viewtopic.php?f=7&t=6311&start=20.

In Schottland wird es wohl bald Truvada als PrEP auf Kosten des NHS Schottland geben, während in England bis zum Sommer 2017 die PrEP-Impact-Studie beginnen soll: https://forumhiv.de/viewtopic.php?p=102037#p102037.


17. Februar 2017: Es gibt einen ersten Fallbericht aus Amsterdam eines PrEP-Versagens trotz ausreichender Wirkstoffekonzentrationen und sehr guter Therapietreue mit einem Wildtypvirus: https://forumhiv.de/viewtopic.php?p=100886#p100886.

Zusammen mit einer HIV-PrEP kann man auch eine Postexpositionsprophylaxe für Syphilis und Chlamydien als STI-PEP nehmen. Hierzu gab es auf der CROI 2017 einen Vortrag: https://forumhiv.de/viewtopic.php?p=100824#p100824.

Auch zum Thema subdermale Implantate, welche Wirkstoffe für eine PrEP freisetzen gab es einen Bericht auf der CROI 2017: https://forumhiv.de/viewtopic.php?p=100872#p100872.


3. Februar 2017: PrEP wirkt sehr wahrscheinlich auch in England bei MSM. Hier kam es zu einem Rückgang der neuen HIV-Diagnosen bei MSM in Kliniken für sexuelle Gesundheit in England um fast ein Drittel seit 2015: https://forumhiv.de/viewtopic.php?p=100556#p100556. Dies wirft natürlich auch die Frage auf, ob die vom NHS England geplante Demonstrationsstudie mit 10.000 Teilnehmern ausreichend sein wird, diesen Trend nicht wieder umzukehren.


2. Februar 2017: Der Fallbericht einer Infektion mit multiwirkstoffklassen-resistenten HIV-1 trotz optimaler PrEP-Adhärenz wurde nun im New England Journal of Medicine veröffentlicht: https://forumhiv.de/viewtopic.php?p=100542#p100542.

Zur Pharmakokinetik und Pharmakodynamik von FTC/TDF (Truvada) im Blut, Speichel und Rektalgewebe nach Einnahme von 2 Tabletten Truvada gleichzeitig nach dem IPERGAY-Schema gibt es auch eine aktuelle Veröffentlichung: https://forumhiv.de/viewtopic.php?f=83&t=8373.

Zum PrEP-Zugang in Europa hat das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) dieser Tage eine kurze Übersicht veröffentlicht. Außer Frankreich und Norwegen versagen die meisten europäischen Staaten, was eine Kostenübernahme einer PrEP für die Zielgruppen angeht: https://forumhiv.de/viewtopic.php?p=100492#p100492


15. Dezember 2016: Mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Krka wurde ein weiteres Truvada-Generikum in der EU zugelassen, allerdings ebenfalls nur zur Behandlung der HIV-Infektion und nicht als PrEP. Mehr dazu unter https://forumhiv.de/viewtopic.php?p=99169#p99169

Mit einer Kostenerstattung für Truvada als PrEP durch die gesetzliche Krankenversicherung ist vorerst kaum zu rechnen: https://forumhiv.de/viewtopic.php?p=98810#p98810


30. November 2016: Die DAH hat sich zum kommenden Welt-AIDS-Tag leider immer noch nicht aufgelöst, stattdessen gibt es warme Worte in Form eines gemeinsamen Appells für die Einführung der PrEP in Deutschland: https://forumhiv.de/viewtopic.php?f=85&t=8247

Therapieversagen mit Tenofovirdisoproxilfumarat-PrEP (TDF; Viread): https://forumhiv.de/viewtopic.php?f=83&t=8255

Gilead macht nun doch richtig Werbung für Truvada als PrEP: https://forumhiv.de/viewtopic.php?f=85&t=8253

Reduktion der Knochenmasse durch PrEP bei Jungen und jungen Männern mit hormonellen Änderungen assoziiert: https://forumhiv.de/viewtopic.php?f=83&t=8242


15. November 2016: In der EU ist seit dem 09. November 2016 Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva - Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil als generisches Truvada zugelassen, allerdings nur zur Behandlung der HIV-1-Infektion bei Erwachsenen und leider nicht als PrEP. Siehe dazu die beiden Beiträge bei Forumhiv.de hier und hier.


19. Oktober 2016: Es liegt ein weiterer Fallbericht eines PrEP-Versagens durch Infizierung mit multiresistenten HIV bei sehr wahrscheinlich optimaler Therapietreue vor, welcher auf der der Konferenz HIV Research for Prevention (HIVR4P 2016) präsentiert wurde. Eine Zusammenfassung mit Präsentationsfolien findet sich bei Forumhiv.de.


17. Oktober 2016: Das Informationsmaterial für PrEP-Nutzer und die Checkliste für Verordner, welche zur Zulassung von Truvada als PrEP in Deutschland zwingend erforderlich war, findet sich nun auch als Information für Mitglieder bei Forumhiv.de


08. Oktober 2016: Nachdem das Schulungsmaterialien für Verordner und Anwender seitens des Herstellers von Truvada nun auch mit der nationalen Zulassungsbehörde abgestimmt wurde, kann Truvada auch in Deutschland als PrEP verordnet werden: https://forumhiv.de/viewtopic.php?p=97099#p97099.
Damit ist aber leider die Kostenfrage nicht geregelt. Eine breite gesellschaftliche Diskussion, welche die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) z.B. nach der Zulassung von Truvada als PrEP in den USA schon 2012 hätte beginnen können, fand bis zum heutigen Zeitpunkt nicht statt. Auch nutzt die DAH ihre Bekanntschaften zu Politikern nicht, um eine Verschreibung auf Kosten der Krankenkasse zu ermöglichen. Warum wurde dieser fragwürdige Verein, welcher in keinster Weise von HIV-Positiven oder Personen mit hohem HIV-Risiko legitimiert wurde, für diese zu sprechen, eigentlich noch nicht aufgelöst? Da kuscheln die schon mit Politikern, aber mehr als die eigene Finanzierung und Sich-Wichtigfühlen des Vorstandes kommt dabei nicht heraus.


26. September 2016: Eine HIV-PrEP bei den sexuell aktivsten MSM in den Niederlanden ist nach einer aktuellen Modellrechnung kosteneffektiv und würde bei niedrigeren Preisen für Truvada sogar Kosten einsparen: https://forumhiv.de/viewtopic.php?f=83&t=8122


25. August 2016: Die Deutsche AIDS-Gesellschaft (DAIG) hat heute vorläufige Empfehlungen zur Durchführung einer Präexpositionsprophylaxe (PrEP) veröffentlicht (PDF). Darin findet sich auch eine Indikationsstellung, also für welche Personenkreise eine HIV-PrEP angezeigt sein kann. Weitere Hinweise auf PrEP-Leitlinien finden sich unter https://forumhiv.de/viewtopic.php?f=80&t=4153
Wie schon am Ende dieser Webseite (runterscrollen!) berichtet, gibt es auch ein englischsprachiges Onlinetool unter http://ictrweb.johnshopkins.edu/ictr/utility/prep.cfm.
Die HIV-Prävalenz für MSM in Deutschland beträgt 11,5% (2010), in der Schweiz 11,3%.1
Die Prävalenz in bestimmten Städten, Bundesländern oder Kantonen kann davon abweichen und ggf. höher sein.


23.August 2016: Auf Forumhiv.de ist nun auch ein Beitrag mit näheren Angaben zur Anwendung von Truvada als HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) aus der Truvada-Fachinformation veröffentlicht worden: https://forumhiv.de/viewtopic.php?p=95946#p95946. Forumsmitglieder haben übrigens auch Zugriff auf die Packungsbeilage.


22. August 2016: Die EU-Kommission hat Truvada als PrEP in Kombination mit Safer-Sex-Praktiken zur Reduktion des Risikos sexuell erworbener HIV-Infektionen zugelassen, wie Gilead in einer Pressemitteilung verkündet. Die EU folgt damit den USA, Südafrika, Australien, Kanada, Kenia und Peru. Siehe dazu auch https://forumhiv.de/viewtopic.php?p=95933#p95933


10. Juli 2016: Aktuelle Beiträge bei Forumhiv.de zum Thema PrEP:
56 Dean Street: Monitoringservice für MSM, welche generisches Truvada (FTC/TDF) als Tenvir-EM von Cipla nehmen

Kosteneffektivität der HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM; Schwule und Bisexuelle)

Präexpositionsprophylaxe (PrEP) und Erwerb von STIs bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM; Schwule und Bisexuelle)

Serokonversionen bei 17 internationalen Demonstrationsprojekten zur oralen PrEP mit Emtricitabin/Tenofovir-DF (Truvada)

Meta-Analysen zur Präexpositionsprophylaxe (PrEP)

PrEP mit Truvada: Fallbericht Infektion mit multiwirkstoffklassen-resistenten HIV-1

Krautreporter über Truvada als PrEP oder die deutsche Journaille sollte mal ihre Hausaufgaben machen


01. Februar 2016: Gilead hat nun auch einen Zulassungserweiterungsantrag bei der EMA (European Medicines Agency) für Truvada (Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil) als PrEP gestellt. Sollte das CHMP (Committee for Medicinal Products for Human Use) ein positives Votum abgeben und die EU-Kommission im Anschluß dem positiven Votum folgen, wäre Truvada als PrEP in der gesamten EU sowie Norwegen, Island und Liechtenstein zugelassen. Wenn die Dauer dem bisherigen Prozedere bei antiretroviralen Arzneimitteln entspricht, müsste man rund 1 Jahr rechnen, bis eine Zulassung erfolgt. Ob es aufgrund der Zulassung von Truvada zur Behandlung der HIV-Infektion schneller geht, wird sich zeigen.
Pressemitteilung von Gilead: http://investors.gilead.com/...2134060 Siehe dazu auch: https://forumhiv.de/viewtopic...#p89417


Truvada (Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil) als PrEP bezüglich Sicherheit für den Anwender mit Aspirin (Acetylsalicylsäure) vergleichbar: https://forumhiv.de/viewtopic...#p88656


Gilead plant im 1. Quartal 2016 einen Zulassungsantrag für Truvada (Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil) als PrEP bei der European Medicines Agency (EMA) zu stellen: https://forumhiv.de/viewtopic...#p88594


In Frankreich wird Truvada unter bestimmten Bedingungen als PrEP ab Ende 2015 verfügbar sein und die Kosten werden ab Anfang 2016 durch das nationale Gesundheitssystem übernommen werden: https://forumhiv.de/viewtopic....86991


Zur Berechnung des individuellen Risikos, sich als schwuler oder bisexueller HIV-negativer Mann (MSM) abhängig von sexuellen Vorlieben (top/bottom), Kondomgebrauch, Sexfrequenz und Partnerstatus mit HIV zu infizieren, gibt es diese englischsprachige Webseite.
Die HIV-Prävalenz für MSM in Deutschland beträgt 11,5% (2010), in der Schweiz 11,3%.1
Die Prävalenz in bestimmten Städten, Bundesländern oder Kantonen kann davon abweichen und ggf. höher sein.


1 Thematic report: Men who have sex with men (MSM) Monitoring implementation of the Dublin Declaration on Partnership to Fight HIV/AIDS in Europe and Central Asia: 2012 progress: http://www.ecdc.europa.eu/en/publications/...2013.pdf


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